50 Jahre alt, aber jung und dynamisch wie nie zuvor Zünftige Geburtstagsfeier des Schützenvereins Hausen 1957 e.V.

Geneigter Leser, weißt Du wo Hausen liegt? Übrigens, die PLZ ist 63840, denn sonst gibt es allein in Bayern mehr als 20 Orte dieses Namens.

In einem lieblichen Seitentälchen des bayerischen Untermains wohnen einige Schützenschwestern und Schützenbrüder, die durch ihre sportlichen Leistungen und gesellschaftlichen Veranstaltungen als Schützenverein zur überregionalen Bekanntheit ihrer 2000-Seelen-Gemeinde in hohem Maße beitragen.

Einen 50-jährigen Schützenverein kann man durchaus noch als „jugendlich“ bezeichnen. Aber ein guter Anlass zum Feiern, zu stolzen Rückblicken und zu optimistischen Visionen für die Zukunft ist das allemal.

Schützenmeister Hugo Konrad begrüßte am 24. März in der zum Festsaal umgestalteten und dekorierten Schießhalle in seiner Eröffnungsansprache rund 125 Gäste – Mitglieder des SV Hausen, Delegierte der Ortsvereine, Schützenfreunde aus der engeren und weiteren Umgebung sowie als Vertreter der Politik Bürgermeister Manfred Schüßler, Landrat Roland Schwing und Landtagsabgeordneter Berthold Rüth. Auch einige Gründungsmitglieder von 1957 waren der Einladung gefolgt und erlebten eine zünftige Geburtstagsfeier mit zahlreichen Höhepunkten.

Den musikalischen Rahmen gestaltete im ersten Teil Simone Rothermich mit ihrem Violinspiel – angemessen, zum Totengedenken, und schwungvoll, z. B. zur Vereinschronik. Im zweiten, geselligen Teil des Abends sorgte das Duo „El Dorado“ für die musikalische Unterhaltung der Gäste.

Bei der Vereinschronik setzte sich zum ersten Mal Frauenpower durch. Elisabeth Köhler und Berta Rauch trugen den von Reinhold Köhler zusammengestellten Bericht über sportliche und gesellschaftliche Ereignisse in der 50-jährigen Vereinsgeschichte vor.

Die Vertreter der Politik betonten in ihren Grußworten den bedeutenden Beitrag des Schützenvereins zur Bildung eines Wertebewusstseins, für Heimatverbundenheit, Kultur und Tradition. Die Vereins- und Jugendarbeit sei beispielhaft und, obwohl es für die politische Körperschaft jeweils mit Kosten verbunden ist, sei man froh, dass bei allen Sportlerehrungen der Schützenverein Hausen überproportional stark vertreten sei. Ganz besonders im Jugendbereich werde die Gemeinde Hausen oder der Landkreis Miltenberg bei Bezirks-, Bayerischen und Deutschen Meisterschaften auch durch die Sportler des SV Hausen erfolgreich vertreten.

Auch Vereinsringvorsitzender Werner Lebert betonte in seinem Grußwort das positive Engagement und die enge Verwurzelung des Schützenvereins in der Gemeinde. Der Beitrag des Schützenvereins beim alljährlichen Dorffest und bei der 750-Jahr-Feier im vorigen Jahr sei auch für Besucher aus der weiteren Umgebung ein starker Publikumsmagnet.

Grüße und die besten Wünsche für die Zukunft des Geburtstagskindes überbrachten zahlreiche Vertreter befreundeter Schützenvereine aus Unter- und Oberfranken sowie aus dem benachbarten Baden-Württemberg.

Gauschützenmeister Bernd Soter hob ebenfalls die hervorragende Jugendarbeit des SV Hausen hervor, aber auch das besondere Engagement der Damen bei der Vorbereitung und Durchführung von festlichen Anlässen, zum Beispiel den Gauehrenabenden der vergangenen drei Jahre.

Schützenmeister Robert Kullmann vom Patenverein SV Heimbuchenthal hob die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen der Vereine und ihrer jeweiligen Mitglieder hervor. Es sei für ihn immer eine besondere Freude und wie ein „Heimspiel“, den SV Hausen zu besuchen und dazu nehme er auch jede Gelegenheit wahr, zum Beispiel das alljährliche Lakefleischessen im Januar.

Der etwas verspätet eingetroffene Bezirksschützenmeister Siegfried Schmitt sagte, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, diesem „jugendlichen“ Jubilar die Geburtstagsgrüße des Bezirks Unterfranken persönlich zu überbringen und deshalb habe er eine andere Veranstaltung vorzeitig verlassen. Er betonte ebenfalls die sehr gute und erfolgreiche Jugendarbeit und überreichte einen Ehrenteller.

Eine logistische Meisterleistung vollbrachten die emsigen Helfer hinter den Kulissen. Während der Grußworte im Festraum wurde im Gastraum das Büffet aufgebaut, kalte Platten und Salate unterschiedlicher Art, sicher war für jeden Geschmack und für jeden verwöhnten Gaumen etwas dabei. Die nach den vielen Ansprachen verdiente Pause der Geburtstagsfeier wurde von den Gästen damit sinnvoll überbrückt.

Nach der Pause wartete eine humoristische Einlage auf die Teilnehmer. Lore Hock und Simone Amrhein vom Waldaschaffer Frauenkabarett zeigten in deftiger Form und passender mundartlicher Färbung, wie es am Frühstückstisch eines Schützenmeisters Hugo und seiner Frau Gabi zugeht. Neben der Kommentierung des Dorfgeschehens und dem Vorbringen von mehreren, immer wieder konsequent abgelehnten Urlaubswünschen („in die Toskana; nach Bad Kissingen; oder wenigstens nach Miltenberg zum Arztbesuch“) blieb dann als Fazit noch der eindringliche Wunsch: „Loss mer moi Ruh, ich geh zu moine Jungschützen“.

Eine von Jochen Konrad zeitgemäß in Power-Point erstellte Diashow brachte noch einmal zahlreiche schöne Bilder aus der 50-jährigen Vereinsgeschichte in Erinnerung. Die Zuschauer erfuhren, dass der Verein beinahe sein 80-jähriges Jubiläum gefeiert hätte, wenn nicht der 1927 gegründete Vorgängerverein 1933 aus politischen Gründen aufgelöst worden wäre. Die bei der Feier anwesenden Gründungsmitglieder von 1957, aber auch alle anderen Teilnehmer konnten sich immer wieder über das jugendliche Aussehen von bekannten Gesichtern in den alten Bildern amüsieren.

Aber auch die unausbleiblichen Rückschläge wurden erwähnt, ebenso wie die Erfolge gebührend gewürdigt wurden. Zum Beispiel die deutsche Vizemeisterschaft von Johannes Schuck. Die rege Bautätigkeit – immerhin besitzt der SV Hausen eine der modernsten Schießanlagen in Nordbayern – sowie gesellschaftliche Ereignisse fanden angemessene Erwähnung.

Den krönenden Abschluss der Geburtstagsfeier bildete ein bengalisches Feuerwerk. Und anschließend wurde in den Frühling hinein getanzt, so dass manch einer die Zeitumstellung auf Sommerzeit gar nicht bemerkte.

 

Text: Birgit Dommain, Horst Müller

Hinweis: Die Bilder zur 50-Jahrfeier finden Sie in unserer Bildergalerie

Herzliche Einladung zum 50-jährigen Vereinsjubiläum des Schützenvereins Hausen 1957 e.V.

Freitag, 15.06.07
18.30 Uhr Einlass
20.00 Uhr  „Waldaschaffer Frauenkabarett“ mit aktuellem Programm
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt
Sonntag,17.06.07
09.00 Uhr

Festgottesdienst mit Herrn Pfarrer Lang
in unserer Schießhalle
musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern
aus Heimbuchenthal

anschließend Frühschoppen mit Ehrungen

ab 11.00 Uhr  Mittagstisch in gewohnt guter Qualität
14.00 Uhr
Festzug von der Ortsmitte ins Schützenhaus
anschließend
Festbetrieb

 Alle Gäste und Ortsbürger sind an beiden Festtagen herzlich eingeladen. Besichtigen Sie dabei auch unsere vollelektronische Schießhalle, sie zählt zu den modernsten Schießhallen Bayerns.

Rundenwettkämpfe 2006/2007 beendet

Nach Beendigung der Rundenwettkämpfe können wir im Großen und Ganzen zuversichtlich in die Zukunft blicken.Wie bereits berichtet, schießt unsere 1. Mannschaft um den Aufstieg in die Bayern-Liga.

Unsere 2. Mannschaft konnte sich in ihrem ersten Jahr in der Bezirksgruppe behaupten und belegte einen guten 4. Platz.

Leider muß unsere 3. Mannschaft aus der Gau-Oberliga absteigen. Hier wäre der Klassenerhalt möglich gewesen,
doch
taktische Fehler konnten auch sportlich nicht mehr kompensiert werden.

Die 4. Mannschaft wurde überlegen Meister in ihrer Klasse und schießt nun um den Aufstieg in die Gau-Oberliga.

 

Unsere 5. Mannschaft konnte sich auf einem sehr guten 2. Platz behaupten. Diese Leistung ist noch bemerkenswerter, wenn man bedenkt, daß zwei Neulinge mitgeschossen haben.

Nach dem letztjährigen Aufstieg in die Gau-Oberliga konnte sich unsere 1. Luftpistolenmannschaft leider nicht verbessernund muß nach einjährigem Gastspiel wieder absteigen. Allerdings läßt sich ein neuert Leistungstrend beobachten: Einige Damen aus unserem Verein trainieren eifrig Luftpistole und drängen schon in die 1. Mannschaft.

Die 2. Mannschaft Luftpistole belegt in ihrer Gruppe den guten dritten Platz. Mit etwas mehr Training ist aber auch hier eine Steigerung sicher.

In der noch laufenden KK-Runde liegt unsere Mannschaft auf dem ersten Platz. Vielleicht klappst ja mit der KK-Meisterschaft!